Besuchen Sie uns auf Facebook

Die Ope­ra­tion des Keratokonus

Die bis­lang ein­zig mög­li­che The­ra­pie bestand in einer Hornhaut-Transplantation, bei der die erkrankte Horn­haut mit­tels eines ope­ra­ti­ven Ein­griffs ent­fernt und durch eine Spender-Hornhaut ersetzt wird. Eine sol­che Ope­ra­tion ist jedoch eine Organ­ver­pflan­zung mit den damit ver­bun­de­nen Risi­ken und Kom­pli­ka­tio­nen der Absto­ßungs­re­ak­tio­nen. Dar­über hin­aus wird ein ange­mes­se­nes Seh­ver­mö­gen häu­fig erst ca. 2 Jahre nach der Ope­ra­tion erreicht.

OP-Team Argus Augenklinik KarlsruheBei dem neu ent­wi­ckel­ten Crosslinking-Verfahren hin­ge­gen muss die eigene Horn­haut des Pati­en­ten nicht mehr ope­ra­tiv ent­fernt wer­den. Diese wird viel­mehr ledig­lich mit UV-Licht bestrahlt und mit Rib­of­la­vin (Vit­amin B2) benetzt und damit gestärkt.

Der Ope­ra­ti­ons­ab­lauf

Die Ope­ra­tion wird ambu­lant durch­ge­führt und dau­ert inklu­sive Vor­be­rei­tung ca. 2 Stunden.


Nach örtli­cher Betäu­bung von Horn- und Bin­de­haut mit Trop­fen wird unter dem Ope­ra­ti­ons­mi­kro­skop zunächst die ober­fläch­li­che Horn­haut­schicht (Epi­t­hel) ent­fernt. Anschlie­ßend wer­den Riboflavin-Augentropfen (Vit­amin B2) auf die Horn­haut gege­ben und für etwa 30 Minu­ten mit UV-Licht behan­delt. Dadurch wird bewirkt, dass sich zwi­schen den Fasern des Gewe­bes eine erhöhte Zahl von Quer­ver­net­zun­gen bil­det, wodurch die Horn­haut durch zusätz­li­che Ver­stre­bun­gen mecha­nisch sta­bi­ler wird. Nach der Behand­lung schützt eine the­ra­peu­ti­sche Kon­takt­linse das Auge. Ziel der Ope­ra­tion ist es, die wei­tere Vor­wöl­bung der Horn­haut zu ver­hin­dern. Die Ergeb­nisse haben gezeigt, dass die­ses Ver­fah­ren ein ent­schei­den­der Schritt zur Behand­lung von Keratokonus-Patienten ist. Da nur sel­ten Neben­wir­kun­gen auf­tre­ten, gilt die Methode als risi­ko­arm und sicher.

Sowohl Vor- und Nach­un­ter­su­chun­gen als auch die Ope­ra­tion fal­len nicht in den Rah­men der kas­sen­ärzt­li­chen Leis­tun­gen. Die Kos­ten für die erbrach­ten Leis­tun­gen wer­den Ihnen gemäß der aktu­el­len Gebüh­ren­ord­nung für Ärzte (GoÄ) in Rech­nung gestellt. Sie betra­gen ca. 1200 Euro pro Auge.


Nach dem Ein­griff kann es zu fol­gen­den Erschei­nun­gen kommen:

  • Eine Rötung der Augen in den ers­ten 2 Wochen ist nor­mal und sollte Sie nicht beunruhigen.
  • Krat­zen und Bren­nen kann bis zu 6 bis 8 Wochen andau­ern. Zur Lin­de­rung der Beschwer­den erhal­ten Sie Benet­zungs­au­gen­trop­fen, wel­che Sie belie­big oft anwen­den können.
  • In den ers­ten 6 bis 8 Wochen nach der Ope­ra­tion kann die Sicht ver­schwom­me­ner sein als zuvor. Im Anschluss daran wer­den Sie min­des­tens die glei­che Seh­schärfe wie vor der Ope­ra­tion haben.
  • In den ers­ten Wochen nach der Ope­ra­tion kann es zu einer erhöh­ten Blend­emp­find­lich­keit kommen.
© Argus Augenklinik Karlsruhe 2012 I Impressum I Sitemap